Geschichte
 

Die Wilde 13 bzw. der Trägerverein „Eltern-Kind-Initiative e.V.“ wurde 1983 gegründet, weil es keinen Anschluss von der Krabbelgruppe zum Kindergarten gab. In Seligenstädter Kindergärten wurden zu diesem Zeitpunkt Kinder erst im Alter von vier Jahren aufgenommen.

1986 bis 1988 veränderten sich die Gruppen und die Inhalte. Räumliche Expansion und die ersten Schulkinder erforderten Innovation! Es wurde eine Stichwort-Konzept für eine Konzeption formuliert. Die Diskussion mit der gesamten Elternschaft stagnierte spätestens am 4. Stichwort „Erziehung darf nicht nur Anpassung an die Gesellschaft sein!“. Der folgende Satz floss nicht mehr in die Diskussion ein: „Erziehung darf auch nicht so tun, als gäbe es die Gesellschaft nicht!“

Was aber 1988 beschlossen wurde: (Der Vereinsvorstand wurde die zweite Instanz und) Die Kindertagesstätte sollte sich über ein Organisations-Treffen selbst verwalten, der Vereinsvorstand wurde zur übergreifenden Instanz! Das Organisations-Treffen setzte sich paritätisch zusammen aus pädagogischem Team, Elternvertretern und Vorstandsmitgliedern sowie außerordentlichen Verwaltungskräften. Es traf sich regelmäßig über das Jahr verteilt. Dieses Organisations-Treffen nennen wir heute Leitungsteam. Außerdem wurde mit der „Beschreibung der Einrichtung“ die erste formale Konzeption aufgeschrieben. Sie galt fortan als verbindliche Vereinbarung und Anlage zu den Aufnahmevereinbarungen.

Grundlegende Veränderungen in Raum- und Gruppenzusammensetzung in den Jahren 1990 bis 1993 machten es dringend erforderlich, auch pädagogische Inhalte (und Form) der Wilden 13 in einer geschriebenen Konzeption festzuhalten. Durch viele themenbezogene Elternabende und Diskussionen entstand eine große Basis für Eltern und Team für die gemeinsame Bewältigung der Aufgaben in und um „Die Wilde 13“.

Jährlich wechselnde neue Eltern sorgten für Spannung in der Diskussion. Daraus und aus der Geschichte der vergangenen Jahre wird klar:

  • Es kann kein festgeschriebenes, reglementiertes Konzept geben.
  • Es gibt auch keine starren Regeln in der Pädagogik.
  • Beweglichkeit ist notwendiges Mittel zur Innovationsfähigkeit.

Kommunikation und Flexibilität sind unsere wichtigsten Werkzeuge. Das A und O ist das Miteinander: Reden, Zuhören, Zuschauen, Mitempfinden, anderes Akzeptieren, Anerkennen, in Beziehung sein.

Das ist beispielhaft und das soll so bleiben! In der Kindertagesstätte „Die Wilde 13“!

Seligenstadt, Dezember 2009